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Muster erkennen bevor etwas ausfällt: Zeitachsen Ansicht in der Geräteakte

Veröffentlicht am 29.07.2026

WAKU Care

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Die Software-Plattform, die Maschinen zuverlässig laufen lässt.

Ein Techniker bekommt einen Auftrag. Fehlercode E247, Förderanlage 03, Halle B. Keine weiteren Infos. Er öffnet das CMMS: ein Work Order-Eintrag von vor drei Wochen, kein Kommentar, kein Kontext. Die Fehlercodes der Anlage liegen in der Maschinensteuerung, auf die er vom Handy keinen Zugriff hat. Die Notizen des Kollegen, der damals vor Ort war, stecken irgendwo in einem E-Mail-Thread.

Er fährt hin. Schaut. Tauscht ein Bauteil. Fährt wieder weg. Drei Wochen später: Fehlercode E247, Förderanlage 03, Halle B.

Das Problem ist nicht der Fehler. Das Problem ist das fehlende Gedächtnis.

Was Instandhaltungsteams am meisten Zeit kostet, ist nicht das Reparieren. Es ist das Suchen nach Kontext.

Die Kostenfalle des fehlenden Kontexts

Fehlerdaten in der Maschinensteuerung. Ausfallmeldungen im CMMS. Arbeitsaufträge in einer anderen Software. Papierprotokolle im Ordner an der Anlage. E-Mail-Threads zwischen Schichtleitern. In den meisten Betrieben existieren alle relevanten Informationen zu einer Anlage irgendwo. Aber sie sind über so viele Systeme und Formate verteilt, dass niemand das vollständige Bild sieht.

Laut einer Untersuchung des Beratungsunternehmens Accenture verbringen Instandhaltungstechniker durchschnittlich mehr als 20 Prozent ihrer Arbeitszeit damit, nach relevanten Informationen zu suchen, bevor sie mit einer Reparatur beginnen können. Das ist ein Fünftel der gesamten Arbeitskapazität, verschwendet nicht auf das eigentliche Problem, sondern auf das Finden von Kontext.

Noch gravierender: Ohne historischen Kontext werden dieselben Fehler immer wieder auf dieselbe Art behandelt. Das Symptom wird behoben, die Ursache bleibt unentdeckt. Wiederkehrende Ausfälle sind oft nicht Zeichen einer kaputten Anlage, sondern eines Systems das keine Muster sieht.

Alles auf einer Zeitleiste

Die Timeline View in der Asset Record File löst genau dieses Problem. Sie bringt alle Ereignisse zu einer Anlage auf eine einzige, chronologische Zeitleiste: Fehlercodes, Cases und Work Orders. Alles an einem Ort. Alles klickbar. Alles mit dem vollständigen Kontext, der dahintersteckt.

Das klingt einfach, weil es einfach ist. Und genau das war das Ziel.

Diese Funktion entstand nicht im Labor. Sie wurde entwickelt, weil Kunden wie GXO und Dexory genau diesen blinden Fleck in ihrer täglichen Arbeit gemeldet haben: zu viele Systeme, zu wenig Zusammenhang, zu viel Zeit mit Suchen statt mit Lösen. Die Timeline View ist die direkte Antwort darauf.
WAKU Care - EAM - Device Record File - Timeline

Für den Techniker bedeutet das: Bevor er zur Anlage fährt, sieht er auf einem Blick, was in den letzten Wochen und Monaten passiert ist. Welche Fehlercodes aufgetreten sind. Welche Ausfallmeldungen daraus entstanden. Welche Arbeitsaufträge durchgeführt wurden. Und vor allem: in welcher Reihenfolge.

Für Entscheider bedeutet es: Anlagen lassen sich auf einen Blick vergleichen. Welche Anlage erzeugt überproportional viele Meldungen? Wo tauchen Fehlercodes immer wieder auf, ohne dass eine dauerhafte Lösung gefunden wurde? Das sind Fragen, die bisher stundenlange Auswertungen erforderten.

Die Muster die vorher unsichtbar waren

Der eigentliche Wert der Timeline View liegt nicht im Anzeigen von Daten. Er liegt im Erkennen von Zusammenhängen.

Sobald Fehlercodes, Meldungen und Arbeitsaufträge auf einer gemeinsamen Zeitachse sichtbar sind, treten Muster hervor, die vorher im Rauschen verschiedener Systeme verschwunden waren.

Ein konkretes Beispiel: Ein bestimmter Fehlercode taucht immer wieder auf, jeweils zwei bis drei Wochen bevor die Anlage ungeplant ausfällt. Ohne Timeline View sieht jede Meldung isoliert aus. Mit Timeline View ist der Zusammenhang auf einen Blick erkennbar. Der Fehlercode ist kein Zufallsrauschen. Er ist ein Frühwarnsignal.

Ein anderes Beispiel: Ein Arbeitsauftrag wurde abgeschlossen, aber derselbe Fehlercode trat vier Tage später erneut auf. War die Ursache wirklich behoben? Die Timeline zeigt sofort, dass zwischen der Maßnahme und dem nächsten Fehler zu wenig Zeit vergangen ist, um von einer dauerhaften Lösung zu sprechen. Das ist die Art von Information, die vorher in verschiedenen Systemen unsichtbar blieb.

Für Entscheider öffnet sich damit eine neue Perspektive auf die gesamte Anlagenflotte. Welche Assets verursachen überproportional viele Probleme? Welche Maßnahmen wirken nachhaltig, und welche sind nur temporäre Pflaster? Antworten auf diese Fragen sind jetzt ohne manuelle Auswertung verfügbar.

Jetzt starten: Was sofort möglich ist

Das Beste an der Timeline View ist, dass sie keine separate Einrichtung erfordert. Jede Geräteakte (Asset Record File) in WAKU Care enthält die Timeline bereits. Sobald ein Fehlercode übermittelt wird, eine Meldung angelegt oder ein Arbeitsauftrag abgeschlossen wird, erscheint der Eintrag automatisch auf der Zeitleiste der entsprechenden Anlage.

Es gibt keine manuelle Datenpflege. Keine Schnittstellen, die zuerst konfiguriert werden müssen. Die Timeline wächst von selbst mit jedem Ereignis.

Für Teams, die WAKU Care bereits nutzen: Öffnen Sie die Asset Record File einer Anlage, die regelmäßig Probleme macht. Scrollen Sie durch die letzten sechs Monate. Was sehen Sie?

Für Teams, die neu einsteigen: Die Asset Record File ist die zentrale Anlaufstelle für jede Maschine in WAKU Care. Sie bündelt Stammdaten, Betriebshistorie, angehängte Dokumente und die Timeline in einer einzigen Ansicht. Kein Hin- und Herwechseln zwischen Systemen mehr.

Vom Archiv zum Frühwarnsystem

Die Asset Record File mit ihrer Timeline View verändert, wie Teams mit Maschinen arbeiten. Nicht weil sie komplexer ist als bisherige Lösungen, sondern weil sie einfacher ist. Kontext ist kein Privileg mehr für denjenigen, der schon länger im Betrieb arbeitet und sich alles im Kopf gemerkt hat. Er ist für jeden zugänglich, der die Anlage aufruft.

Das ist der erste Schritt in Richtung vorausschauender Wartung: Muster sehen, bevor sie zum Ausfall werden.

Im nächsten Artikel dieser Serie zeigen wir, was passiert, wenn ein Techniker eine Anomalie direkt in den Operational Data Charts markiert und innerhalb von Sekunden ein vollständig kontextualisierter Case entsteht.

Wer selbst sehen möchte, wie die Timeline View in der Praxis aussieht, kann direkt eine Demo anfragen.

Demo anfragen →

Alle Artikel in der Serie

Bisherige Artikel

Artikel 01Die versteckten Kosten reaktiver Wartung

Folge Artikel

Artikel 03Vom Datenpunkt zum Ticket in Sekunden — Anomalien direkt in den Operational Data Charts markieren (Link folgt)

Artikel 04Closed-Loop Maintenance — Vom Sensorsignal bis zum Lösungsvorschlag ohne manuellen Eingriff (Link folgt)

Artikel 05KI die denkt wie ein erfahrener Techniker — der IMA als smarter Assistent im Closed-Loop (Link folgt)

Artikel 06In 30 Tagen zu Predictive Maintenance — wie Teams mit WAKU Care ohne großes IT-Projekt starten (Link folgt)

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